Spruch Me kennt si
SBB Tageskarte

Historische Gebäude, Plätze und Orte

Bergbahn Rheineck-Walzenhausen (RhW)

Erbaut im Jahre 1896. Ende des vorletzten Jahrhunderts entwickelte sich Walzenhausen zu einem Kur- und Feriengebiet. Es entstanden Gästehäuser, Pensionen und Hotels zur Aufnahme von Kurgästen. In diese Zeit (1896) fiel auch der Bau der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen, ursprünglich mit Wasserkraft betrieben und 1958 auf eine elektrische Zahnradbahn umgebaut.

Die 2 km lange Adhäsions- und Zahnradbahn mit System "Riggenbach" verbindet Rheineck mit Walzenhausen. Heute gehört die Bergbahn zu den "Appenzeller Bahnen". Im Volksmund wird sie "Walzehuse-Bähnli" oder scherzhaft "Walzenhausen-Express" genannt. Die Bergfahrt dauert ca. 6 Minuten, die Talfahrt ca. 9 Minuten.

 

Website Appenzellerbahnen

 

 

Dorfkirche

Erbaut im Jahre  1638. Die Aufhebung der Kirchgenössigkeit von Walzenhausen gegenüber St. Margrethen geschah im Jahre 1638 mit dem Bau der evangelischen Kirche. Auf Initiative von Hauptmann Konrad Künzler wurde die Kirche lediglich in fünf Monaten (Grundsteinlegung 20. April - Einweihung 1. September) Bauzeit erstellt. Von diesem Zeitpunkt an war Walzenhausen eine selbständige Gemeinde im Kanton Appenzell-Ausserrhoden.

 

Im Laufe der Jahrhunderte war die Kirche Walzenhausen innen und aussen verschiedenen baulichen eingriffen unterworfen. Die heutige Kirche ist darum als Kulturobjekt nicht nur ein Baudenkmal aus dem 17. Jahrhundert, sondern auch ein Zeugnis baulicher Veränderungen bis zum heutigen Tag. Die Um- und Ausbauten waren immer Ausdruck des Zeitgeistes, der sich in der Schöpfung des Neuen und in der Art des Umganges mit dem Alten zeigte. Die farbige Decke ist ein unverfälschtes Zeugnis zur Geschichte der Dekorationsmalerei in der Schweiz. Die Malerei sollte nicht belehren, sondern mittels Farbe Stimmung erzeugen. Das Konzept zur Restaurierung beinhaltete den Fortbestand des historisch gewachsenen Baudenkmals, sowie eine vielfältige kirchliche und profane Nutzung.

Quelle: Chronik der Gemeinde Walzenhausen

 

  Website Evang. Kirche

 

 

Hotel Walzenhausen

Erbaut im Jahre 1870. 1866 schrieb der Chronist: "Walzenhausen will den alten und neuen Kurorten im Kanton Konkurrenz machen. Nachdem schon seit mehreren Jahren einzelne Fremde sich im Sommer hier aufgehalten hatten, entstand der Plan, ein Kurhaus zu errichten. Es trat eine Aktiengesellschaft zusammen. Der Gasthof soll drei Stockwerke hoch werden und hat eine ausgezeichnet schöne Baustelle. Glückauf!" Das Haus entstand 1870. 1895 fiel das Gebäude einer Feuersbrunst zum Opfer. Das neue Kurhaus konnte auf den Beginn der Saison 1903 eröffnet werden.

 

Das Hotel wurde laufend umgebaut und erneuert (letztmals 2007, Ausbau von Zimmern der "Deluxe-Kategorie"). Heute wird das Hotel wie folgt präsentiert: "Erholungsurlaub mit Vital-und Wohlfühltrainer, Kosmetikabteilung und Alpen-Ayurveda Anwendungen. Guide bleu ausgezeichnete Küche mit regionalen Spezialitäten, Panoramarestaurant «rondomm», Seminar- und Banketträumlichkeiten."

Quelle: Chronik der Gemeinde Walzenhausen

 

  Website Hotel Walzenhausen

 

 

Kloster Grimmenstein

Erbaut im Jahre 1378. Das Kloster St. Ottilia, Grimmenstein ist im Jahre 1378 aus einer kleinen Beginengemeinschaft (halbklösterliche Gemeinschaft) mit caritativer Tätigkeit entstanden. Ein Kapuzinerinnenkloster wurde Grimmenstein erst nach der Pfanneregger Reform, als die Kapuziner in die Schweiz gesandt wurden, für die Erneuerung des katholischen Glaubens zu wirken.

Nachweisbar schon im 17. Jahrhundert pflegten die Schwestern im Klostergarten die Aufzucht zahlreicher Heilpflanzen, aus denen sie die vielseitig geschätzten Heilmittel herstellten. Zahlreiche Hausmittel nach neuen und alten Rezepten erfreuen sich auch heute noch grosser Beliebtheit.

 

  Website Kloster Grimmenstein

 

 

Meldegg

Die "Meldegg" ist das beliebte Ausflugsrestaurant mit geschichtsträchtiger Vergangenheit. Hier spähte einst General Guisan nach Österreich hinüber. Der Aussichtspunkt über der Festung Heldsberg ist kaum einen Kilometer von der Landesgrenze entfernt und hatte
deshalb im Zweiten Weltkrieg strategische Bedeutung. Kurz vor Kriegsende, am 5. Mai 1945, inspizierte General Guisan den auf der Meldegg eingerichteten Fliegerbeobachtungsposten. Die Meldegg "thront" 250 Meter über dem Rheintal im östlichsten Zipfel Walzenhausens und somit Ausserrhodens. Die fantastische Aussicht ins Rheintal, den Voralberg und den Bodensee muss man gesehen haben.

 

 Website Meldegg

 

 

Rebberg am "Gupfen"

Gepflanzt im 2005. Der Rebberg „am aufgähnth Acker“ in der Wiler Rhod war schon 1769 als Weingarten im Leuchen beschrieben worden. Es war noch der letzte aktive Rebberg in Walzenhausen. Als am Anfang des 20. Jahrhunderts die Reblaus in weiten Teilen Europas wütete, gingen auch die Rebberge in Walzenhausen verloren.

Der im 2004 neu geschaffene Rebhang ist nach Süden gerichtet und liegt zwischen 600 – 640m über Meer. Der ausserordentlichen Lage des Gupfen ist es zu verdanken, dass auf dieser Höhe noch hervorragende Weine heranreifen können. Da trägt sicher die extreme Südlage und der Föhneinfluss des Rheintals zum guten Gelingen der Weine bei. Im neuen Rebberg am Gupfen wurden 1500 Rebstöcke gepflanzt. Als Weisswein wird die in der Ostschweiz wenig bekannte Sorte "Kerner", als Rotwein Blauburgunder und Merlot angebaut. Nach über 100 Jahren gibt es mit dem Rebberg am Gupfen nun wieder einen zweiten Rebberg im Appenzeller Vorderland.

 

 Kontakt 

Gold Diplom Vieille Prune 2013


 

Rheinburgklinik

Erbaut im Jahre 1872. Die «Rheinburg» blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Initiant war Dorfpfarrer Johannes Kopp, der 1872 mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit trat, auf eigenes Risiko ein «Kurhausinstitut» zu errichten, sofern die Gemeinde den Boden kostenlos zur Verfügung stellen würde.

 

Vom Schulinstitut zum Hotel

Nach zweijähriger Bauzeit konnte das Kopp’sche Schulinstitut 1874 den Betrieb aufnehmen. Wenige Jahre später verlegte Pfarrer Kopp sein Institut ins thurgauische Schloss Herdern, dessen Eigentümerfamilie Stadler im Tausch die „«Rheinburg» übernahm. Seit 1878 wurde das Gebäude als «Hôtel & Pension Rheinburg» betrieben. Es erhielt 1896 mit dem Bau der Drahtseilbahn Rheineck-Walzenhausen direkten Eisenbahnanschluss.

 

Vom Hotel zur Klinik
Bis zum Ersten Weltkrieg genoss das Hotel mit Weitblick über den Bodensee speziell in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. 1965 ging die «Rheinburg» von Ferdinand Stadler an den Verein Schweizerischer Familienherbergen über. 1985 wurde der frühere Hotelpalast durch die Ausserrhoder Kantonalbank erworben und nachfolgend zur seit 1995 bestehenden «Rheinburg-Klinik» umgebaut.

Quelle: Hotel-Archiv

 

 Website Rheinburg Klinik

 

 

Alte Sandsteinbrüche

Walzenhauser Sandsteine für das Bundeshaus - Die Arbeit in Steinbrüchen hatte in Walzenhausen eine jahrhundertelange Tradition, und schon für den Kirchenbau von 1638 wie auch für den Bau des Bundeshauses fanden Walzenhauser Sandsteine Verwendung. Die bekanntesten bis in die 1920er Jahre betriebenen Steinbrüche befanden sich am Kussbach, und zwar hinter der Post Bild, im Heldstadel und im Gaismoos. Am 6. September 1928 gingen die Steinbrüche im Gaismoos und im Heldstadel von Carl Speidel an die Rheintalische Creditanstalt über, womit das Schicksal des einst vielen Steinbrechern und - hauern, Zeichnern und Fuhrleuten Arbeit bietenden Gewerbes endgültig besiegelt war. Quelle: Chronik der Gemeinde Walzenhausen

 

 

Sonneblick

Erbaut im Jahre 1933. Der "Sonneblick" Walzenhausen wurde am 1. März 1933 von Flüchtlingspfarrer Paul Vogt für Arbeitslosenkurse gegründet. Während des 2. Weltkrieges und des Ungarnaufstandes fanden Flüchtlinge hier Zuflucht.

 

Nach dem Weltkrieg führte Flüchtlingsmutter Gertrud Kurz, im Rahmen des christlichen Friedensdienstes cfd, bis 1971 Wochen für Kriegsgeschädigte durch. 1949 wurden die Besinnungswochen des Blauen Kreuzes gegründet. Ab 1953 entstanden durch Hausmutter, Schwester Margrit Wanner, neue Angebote für Menschen mit unterschiedlicher Behinderung, Angebote für erholungsbedürftige Frauen und Männer und solche für Familienferien.

 

Heute sind es Gastgruppen und Gäste aus sozialen, gemeinnützigen, kirchlichen und andere Bereichen, die hoch über dem Bodensee Ferien geniessen, oder zu Weiterbildungen, Tagungen, Jugendlagern etc. hierher kommen.

Quelle: Sonneblick

 

 Website Sonneblick

 

 

"Türmlihuus"

Im Jahre 1902 von A. Künzler-Weilemann erbauten "Türmlihaus" (im Dorfzentrum) betrieb Emil Kellenberger  einen "Grand Bazar". Im mit "Droguerie" angeschriebenen Gebäudeteil rechts befand sich ab den 1920er Jahren die Post (bis 1959). Von 1937 bis 1968 befand sich dort das Fotogeschäft von Andreas Eggenberger, dessen Bilder auch in der "Walzenhauser Chronik" anzutreffen sind.

Heute ist ein Geschäft in den Räumen eingemietet.

 

 

Mühlenhaus "Zwirneli"

Erbaut im Jahre 1866. Das liebevoll "Zwirneli" genannte Industriedenkmal hat das einzige noch funktionstüchtige alte Wasserrad in Appenzell Ausserrhoden (von einst mehr als 250). Das imposante, mittlerweile etwas mehr als 100 Jahre alte Rad hat sieben Meter Durchmesser. Es trieb bis 1955 zwei Zwirnmaschinen und eine Fachspulmaschine
an. Das Wasserrad und sein Gebäude werden durch die Stiftung Zwirneli unterhalten.

 

 Website Zwirneli  

 

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me kennt si.
Walzenhausen gehört zum Kurzenberg. In weiten Teilen dieses Gebietes des Appenzeller
Vorderlandes spricht man den «braaten» Kurzenbergerdialekt. So auch in unserer
Gemeinde; einer Gemeinde, in der gegrüsst wird und in der man sich kennt.
… oder eben: me kennt si.
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